Glücksspiele

Wer spielt, sucht Unterhaltung und Geselligkeit. Ob Kinderspiele, Gesellschaftsspiele oder Mannschaftsspiele wie Fußball: Spielen macht Spaß. Spiele gehören zum normalen Alltag von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen dazu.

Glücksspiele unterscheiden sich von den alltäglichen Spielen erheblich dadurch, dass ein Geldeinsatz erforderlich ist, um mitspielen zu können und dass beim richtigen Ergebnis ein Geldgewinn ausgezahlt wird. Die Möglichkeit, zu gewinnen, hängt ganz oder überwiegend vom Zufall ab.

In strafrechtlichem Sinne ist das Glückspiel

  • ein Spiel, bei dem die Entscheidung über Gewinn und Verlust allein oder ganz überwiegend vom Zufall abhängt,
  • der Gewinn einen nicht ganz unerheblichen Vermögenswert darstellt und
  • der Spieler, um an der Gewinnchance teilzuhaben, durch seinen Einsatz ein Vermögensopfer erbringt (Meyer & Bachmann 2011).

Deshalb dürfen Glücksspiele in Deutschland nur unter staatlicher Aufsicht und Kontrolle durchgeführt werden (§§ 284ff Strafgesetzbuch).

Wer Glücksspiele spielt, sucht den Nervenkitzel durch die Hoffnung auf einen Gewinn oder die Angst vor einem Verlust. Die Chance auf ein sorgenfreies Leben, der Traum vom schnellen Geldgewinn sorgen für den besonderen Kick.

Tatsache ist jedoch, dass die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer an einem Glücksspiel verliert!

Von der Kehrseite, den überwiegenden Verlusten, wird wenig oder nichts berichtet. Zu den Verlierern gehören die Menschen, die ihr Spielverhalten nicht mehr kontrollieren können und in die Glücksspielsucht abgleiten.

Im Folgenden beleuchten wir einige Hintergrundfakten zu Glücksspielen, den Reiz der Glücksspiele, die verschiedenen Arten von Glücksspielen und schließlich das Suchtrisiko von Glücksspielen.