Hilfsangebote für Glücksspieler und Glückspielerinnen
Der erste Schritt ist meistens der schwerste. Vielleicht kennen auch Sie als Betroffener oder Betroffene eigene Vorbehalte gegen eine ihnen noch fremde Beratungssituation. Deshalb kurz einige Informationen zu einer persönlichen Beratung:
Alle psychosozialen Beratungsstellen im Saarland bieten eine Erstberatung für Glücksspielsüchtige an. Das heißt, dass Sie anonym, kostenlos und vertraulich beraten werden. Auch Angehörige, Arbeitgeber oder die Justiz erhalten keine Auskunft über Inhalte der Beratung. Von hier aus können weitergehende Hilfen vermittelt werden, wie z. B. eine stationäre Behandlung in einer speziellen Fachklinik, eine ambulante Behandlung oder eine spezifische Beratung in einer Schwerpunktberatungsstelle für Glücksspielsüchtige. Im Saarland ist die Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle in Saarbrücken eine anerkannte Schwerpunktberatungsstelle.
Eine Erstberatung für Glücksspielsüchtige bieten auch die Präventionsfachstellen im Saarland an. Sie führen zudem auch Präventionsveranstaltungen zum Thema Glücksspielsucht durch und wenden sich besonders an Jugendliche. Eine vertiefte Beratung finden Sie hier bei der Beratungsstelle "Die Brigg" in Neunkirchen. Darüber hinaus können Sie sich für eine Erstberatung auch an eines der saarländischen Gesundheitsämter wenden.
Eine stationäre Therapie bei Glücksspielsucht bieten zwei Fachkliniken im Saarland an. In zwei saarländischen Selbsthilfegruppen unterstützen sich Betroffene gegenseitig. Bei finanziellen Problemen, die durch die Spielsucht entstanden sind, können die saarländischen Schuldnerberatungsstellen weiter helfen.
Literaturtipp: Ratgeber „Game Over“ von Ilona Füchtenschnieder-Petry und Jörg Petry, Lambertusverlag 2010



